Grundierung für Estrich und Untergrund
QuadraGrundierungen
Quadra Universalgrundierung No. 20
Sehr emissionsarme Dispersionsgrundierung auf Systembasis.
Grundierung klingt zunächst nach einer Wand vor dem Streichen. In der Bauchemie meint der Begriff etwas anderes: Hier bereitet die Grundierung den Boden auf die nächsten Arbeitsschritte vor, bevor Spachtelmasse, Fliesenkleber oder ein Bodenbelagsklebstoff aufgetragen wird. Ohne diesen Schritt verbindet sich die nachfolgende Schicht oft schlecht mit dem Untergrund, saugt ihn ungleichmäßig aus oder löst sich nach einiger Zeit wieder ab. Diese Seite zeigt dir, wofür diese Grundierung gedacht ist und was die Quadra Universalgrundierung No. 20 aus unserem Sortiment leistet.
Wofür du diese Grundierung brauchst
Bevor ein neuer Bodenaufbau entsteht, muss der vorhandene Untergrund vorbereitet sein. Eine Grundierung übernimmt dabei je nach Situation eine von mehreren Aufgaben.
- Vor Spachtelmasse: Sie reguliert die Saugfähigkeit von Estrich oder Beton, damit die Ausgleichsmasse gleichmäßig aushärtet, statt an manchen Stellen zu schnell und an anderen zu langsam abzubinden.
- Vor Fliesenkleber: Sie schafft eine Haftbrücke auf mineralischen Untergründen, damit der Kleber richtig greift.
- Vor Bodenbelagsklebstoff: Bevor Parkett, Vinyl oder Teppich mit Klebstoff verlegt wird, sorgt sie dafür, dass der Kleber nicht ungleichmäßig in einen zu saugfähigen Untergrund abzieht.
- Als staubbindende Schicht: Auf porösem, mineralischem Untergrund bindet sie losen Staub, der sonst zwischen Untergrund und neuer Schicht eine trennende Zwischenschicht bilden würde.
In der Praxis steht die Grundierung damit am Anfang eines Ablaufs, der meist über Spachtelmasse oder Kleber zum fertigen Bodenbelag führt. Wer diesen ersten Schritt überspringt, merkt es oft erst, wenn sich die Spachtelmasse Wochen später an einzelnen Stellen wieder löst.
Untergrund prüfen, bevor du grundierst
Nicht jeder Estrich verhält sich gleich, und ein paar Fehler dabei fallen erst nach dem Verlegen auf.
Bei Zementestrich reicht meist eine gründliche Reinigung von Staub und losen Partikeln vor dem Grundieren. Calciumsulfatestrich, umgangssprachlich auch Anhydritestrich genannt, bildet dagegen an der Oberfläche eine sogenannte Sinterschicht, eine dünne, wenig tragfähige Kruste. Diese Schicht muss vor dem Grundieren angeschliffen und der entstandene Schleifstaub vollständig entfernt werden, sonst haftet die Grundierung nur auf der Sinterschicht statt auf dem tragfähigen Estrich darunter, und die gesamte Konstruktion löst sich später ab.
Zusätzlich sollte die Restfeuchte des Estrichs vor dem Grundieren gemessen werden, am zuverlässigsten mit einem CM-Gerät. Wird zu früh grundiert und gespachtelt, kann eingeschlossene Feuchtigkeit später Blasen unter dem Bodenbelag verursachen.
Quadra Universalgrundierung No. 20 im Detail
Die Universalgrundierung No. 20 ist eine sehr emissionsarme Dispersionsgrundierung auf Systembasis für den Innenbereich. Emissionsarm bedeutet hier, dass beim Trocknen kaum flüchtige Stoffe an die Raumluft abgegeben werden, ein Vorteil gerade in bewohnten Räumen ohne durchgehende Lüftung während der Bauphase. Auf Systembasis heißt, dass sie darauf ausgelegt ist, mit nachfolgenden Spachtelmassen und Klebstoffen im gleichen Bauablauf zu harmonieren, statt als isoliertes Einzelprodukt gedacht zu sein.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Basis | Dispersion, wasserbasiert |
| Einsatzbereich | Innen |
| Gebindegröße | 10 kg |
| Verbrauch | ca. 100 bis 150 g/m² |
| Preis | 65,90 Euro, ca. 6,59 Euro/kg |
Mit einem Verbrauch von 100 bis 150 Gramm pro Quadratmeter reicht ein 10-Kilogramm-Gebinde für ungefähr 65 bis 100 Quadratmeter, je nachdem, wie saugfähig der jeweilige Untergrund ist. Weil sie ausdrücklich für den Innenbereich freigegeben ist, ist sie nicht die richtige Wahl für Balkon, Terrasse oder andere bewitterte Flächen im Außenbereich.
Richtig auftragen
Der Untergrund muss vor dem Grundieren sauber, trocken und tragfähig sein, lose Bestandteile und Staub werden vorher restlos entfernt. Wie stark du die Grundierung mit Wasser verdünnst, hängt von der Saugfähigkeit der Fläche ab: Stark saugender, roher Estrich verträgt in der Regel eine stärkere Verdünnung als eine bereits vorbehandelte oder weniger saugende Fläche. Das genaue Mischverhältnis für die No. 20 entnimmst du dem technischen Merkblatt auf dem Gebinde, weil es je nach Untergrund variiert.
Trage die Grundierung gleichmäßig mit Rolle oder Bürste auf, ohne Pfützenbildung, und lass sie vollständig durchtrocknen, bevor Spachtelmasse oder Klebstoff folgen. Wie lange das dauert, hängt vom Raumklima und der Saugfähigkeit des Untergrunds ab, üblich sind bei normalem Raumklima wenige Stunden. Die verbindliche Trocknungszeit für die No. 20 findest du auf dem Etikett oder dem technischen Merkblatt.
Typische Fehler
Der häufigste Fehler ist, den Estrich nicht ausreichend von Staub zu befreien, bevor grundiert wird. Selbst eine gute Grundierung kann auf einer staubigen Fläche keine tragfähige Verbindung aufbauen. Bei Calciumsulfatestrich wird zudem oft die Sinterschicht übersehen, wer hier nicht anschleift, riskiert, dass sich der gesamte Bodenaufbau später von der obersten Estrichschicht löst statt vom eigentlichen Untergrund.
Ein weiterer Fehler ist zu wenig Trocknungszeit einzuplanen. Wird die Spachtelmasse aufgetragen, bevor die Grundierung durchgetrocknet ist, vermischen sich beide Schichten, statt eine klare Verbindung einzugehen. Und weil die No. 20 nur für den Innenbereich freigegeben ist, führt der Einsatz auf einer bewitterten Außenfläche erfahrungsgemäß zu einer deutlich kürzeren Lebensdauer der gesamten Beschichtung.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Universalgrundierung No. 20 auch für den Außenbereich geeignet?
Nein. Sie ist ausdrücklich für den Innenbereich freigegeben. Für bewitterte Flächen im Außenbereich brauchst du ein anderes Produkt.
Muss ich die Grundierung verdünnen?
Das hängt vom Untergrund ab. Stark saugender, roher Estrich wird meist stärker verdünnt als eine weniger saugende Fläche. Das genaue Mischverhältnis steht auf dem technischen Merkblatt.
Reicht das 10-Kilogramm-Gebinde für einen ganzen Raum?
Bei einem Verbrauch von 100 bis 150 Gramm pro Quadratmeter reicht ein Gebinde für etwa 65 bis 100 Quadratmeter. Bei größeren Räumen oder stark saugendem Untergrund lohnt sich ein kleiner Sicherheitszuschlag bei der Berechnung.
Kann ich die Grundierung auch vor Fliesenkleber statt vor Spachtelmasse einsetzen?
Ja, eine solche Grundierung kommt in der Praxis nicht nur vor Spachtelmasse zum Einsatz, sondern auch auf saugfähigen, mineralischen Untergründen vor Fliesenklebern. Ob sie für deinen konkreten Bodenaufbau ausreicht, richtet sich nach dem restlichen Systemaufbau, im Zweifel hilft ein Blick ins technische Merkblatt oder eine kurze Rückfrage bei uns.

