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Glasgewebe und Vlies kaufen

Quadra Glasvlies pigmentiert 50m²

QuadraGlasgewebe & Vlies

Quadra Glasvlies pigmentiert 50m²

Die Glasvliese V140 und V200 verhindern unerwünschte Abzeichnungen und sind dimensionsstabil. Sie dehnen sich nicht aus und schrumpfen nicht, wodurch sie einen optimalen Untergrund für weitere Beschichtungen bilden.

ab4,90 €
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Quadra Vlies 2250 75m²

QuadraGlasgewebe & Vlies

Quadra Vlies 2250 75m²

Mit der Vliestapete Vlies 2250 lassen sich glatte, tapezierfertige oder überstreichbare Untergründe im Innenbereich herstellen. Im verarbeiteten Zustand ist das Material schwer entflammbar.

ab90,00 €
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Glasgewebe, Glasvlies, Renoviervlies: In den meisten Shops liegen diese Begriffe unter einer Kategorie, obwohl es sich um unterschiedliche Materialien handelt. Das sorgt regelmäßig für Verwirrung beim Kauf, denn nicht jedes Vlies eignet sich für jede Wand. In unserem Sortiment findest du zwei Produkte von Quadra, die genau die zwei wichtigsten Fälle abdecken: ein pigmentiertes Glasvlies für rissüberbrückende, dimensionsstabile Untergründe und ein klassisches Renoviervlies zum Tapezieren oder Überstreichen. Die Preise liegen zwischen 4,90 Euro für die 50-Quadratmeter-Rolle Glasvlies und 90 Euro für die 75-Quadratmeter-Rolle Renoviervlies. Diese Seite erklärt den Unterschied, zeigt dir, welches Produkt zu deiner Wand passt, und geht auf die Verarbeitung ein.

Glasgewebe, Glasvlies und Vlies: drei Begriffe, ein Regal

Glasgewebe ist ein gewebtes Glasfasergewebe mit sichtbarer Musterstruktur, etwa Fischgrat oder Rauten, das nach dem Verkleben überstrichen wird. Glasvlies dagegen ist kein Gewebe, sondern ein Vliesstoff aus regellos verteilten Glasfasern. Er hat keine Webstruktur, ist glatt und wird vor allem eingesetzt, um eine Wand rissüberbrückend und dimensionsstabil zu machen, bevor Putz oder Farbe daraufkommen. Renoviervlies wiederum enthält gar kein Glas. Es besteht aus Zellulose- und Textilfasern und dient dazu, kleine Unebenheiten, Risse oder unschöne Altuntergründe unsichtbar zu machen, bevor du tapezierst oder streichst.

In unserem Sortiment führen wir aktuell ein Produkt aus jeder der beiden letzten Gruppen: das Quadra Glasvlies pigmentiert als glattes, glasfaserbasiertes Vlies und das Quadra Vlies 2250 als Renoviervlies auf Zellulosebasis. Beide sind sogenannte Rapport-freie Materialien, du musst beim Verkleben also kein Muster an der nächsten Bahn ausrichten, was die Verarbeitung spürbar vereinfacht und Verschnitt reduziert.

Die zwei Produkte im Vergleich

MerkmalQuadra Glasvlies pigmentiertQuadra Vlies 2250
MaterialGlasvlies (V140)Zellulose-/Textilfaservlies
Format50 x 1 m (50 m²)100 x 0,75 m (75 m²)
Materialgewicht130 g/m²130 g/m²
Rapportansatzfreiansatzfrei
BrandverhaltenB-s1, d0C-s1, d0
Typischer EinsatzRissüberbrückung, Neubau, stark beanspruchte FlächenTapezierfertiger, überstreichbarer Untergrund im Innenbereich
Preis4,90 € pro Rolle90,00 € pro Rolle

Beide wiegen mit 130 Gramm pro Quadratmeter gleich viel, unterscheiden sich aber deutlich in Rollengröße, Material und Brandverhalten. Die Rolle Renoviervlies deckt mit 75 Quadratmetern mehr Fläche ab als die 50 Quadratmeter des Glasvlieses, was den höheren Gesamtpreis relativiert, wenn du ihn auf den Quadratmeter umrechnest.

Wann du zum Glasvlies greifst

Glasvlies ist die richtige Wahl, wenn die Wand selbst noch nicht ausreichend stabil oder rissfrei ist. Weil Glasfasern sich unter Temperatur- und Feuchtigkeitswechseln praktisch nicht ausdehnen oder zusammenziehen, überbrückt eine Glasvlies-Schicht feine Risse im Putz, statt sie durchscheinen zu lassen. Das macht es zur naheliegenden Wahl in folgenden Fällen:

  • Neubauten, bei denen der Putz noch nicht vollständig durchgetrocknet und damit noch etwas in Bewegung ist
  • ältere Wände mit feinen Setzrissen, die du dauerhaft kaschieren willst, statt sie nach jeder Saison neu zu spachteln
  • stark beanspruchte Flächen wie Treppenhäuser oder Fluren, wo mechanische Belastung häufiger zu Rissen führt
  • als Untergrund für Wärmedämmputz, dessen dünne Deckschicht empfindlicher auf Bewegung reagiert als massives Mauerwerk

Das Quadra Glasvlies pigmentiert ist bereits eingefärbt, das erleichtert die Kontrolle beim Verkleben, weil du unbeklebte Stellen sofort erkennst, bevor der Kleister durchtrocknet.

Wann Renoviervlies die bessere Wahl ist

Renoviervlies löst ein anderes Problem. Es ist nicht in erster Linie rissüberbrückend gedacht, sondern gleicht kleinere optische Mängel im Untergrund aus und schafft eine gleichmäßige, saugfähige Fläche für die weitere Gestaltung. Typische Einsatzfälle:

  • alte Tapetenreste oder unschöne Altanstriche, die du nicht komplett entfernen willst oder kannst
  • leicht unebene Wände, die für eine glatte Optik keine vollflächige Spachtelung brauchen
  • Untergründe, die du anschließend tapezieren statt nur streichen willst
  • Decken und Wände im Innenbereich ohne besondere mechanische Belastung

Das Quadra Vlies 2250 ist tapezierfertig und überstreichbar zugleich, du entscheidest also erst nach dem Verkleben, ob eine Tapete oder eine deckende Farbe folgt.

Brandverhalten verstehen: B-s1,d0 und C-s1,d0

Beide Produkte tragen eine Brandschutzklassifizierung nach DIN EN 13501-1, in der Praxis oft nur als Buchstaben-Zahlen-Kombination auf dem Etikett zu finden. Die erste Angabe, B oder C, beschreibt das grundsätzliche Brandverhalten, B ist dabei eine Stufe besser eingestuft als C. Das Kürzel s1 sagt aus, dass im Brandfall wenig Rauch entsteht, d0 bedeutet, dass keine brennenden Tropfen oder Partikel abfallen. Für den privaten Innenausbau reicht in aller Regel eine dieser beiden Klassen, in gewerblich genutzten Gebäuden mit erhöhten Anforderungen, etwa in Fluchtwegen, lohnt sich vorher ein Blick in die jeweils geltenden Landesbauordnungen oder eine Rückfrage bei deinem zuständigen Bauamt.

Der Untergrund entscheidet mit

Wie glatt eine Wand am Ende wirkt, hängt nicht allein vom Vlies ab, sondern auch davon, wie gut der Untergrund vorbereitet ist. In der Trockenbaupraxis werden Oberflächen in Qualitätsstufen von Q1 bis Q4 eingeteilt, wobei Q4 die höchste, vollflächig gespachtelte und schattenfreie Fläche beschreibt. Ein Glasvlies oder Renoviervlies erspart dir in vielen Fällen den Sprung auf Q4, weil das Vlies selbst kleinere Unebenheiten optisch überbrückt. Bei sichtbaren Kanten, tiefen Löchern oder groben Rissen solltest du trotzdem vorher grob spachteln, ein Vlies gleicht Feinstruktur aus, keine groben Fehlstellen.

Werkzeug, das du zusätzlich brauchst

Vlies und Kleister allein reichen nicht, für ein sauberes Ergebnis solltest du folgendes Werkzeug bereitlegen:

  • Tapezierbürste oder Glättspachtel, um die Bahn blasenfrei anzudrücken
  • Ein Cuttermesser mit frischer Klinge. Stumpfe Klingen reißen das Vlies an Kanten und Ecken ein, statt es sauber zu schneiden.
  • Kleisterrolle oder Flächenstreicher für einen gleichmäßigen Auftrag auf größeren Flächen
  • Schmaler Pinsel oder Eckenspachtel für Steckdosen, Fensterlaibungen und andere schwer zugängliche Stellen

Wasserwaage oder Laser gehören ebenfalls dazu, damit die erste Bahn exakt lotrecht sitzt, davon hängt die Ausrichtung aller folgenden Bahnen ab. Maßband und ein sauberer Eimer für den Kleister klingen banal, ohne beides verzögert sich jede Verlegung unnötig.

Arbeite bei Steckdosen und Schaltern nur im spannungsfreien Zustand und schalte vorher die entsprechende Sicherung ab. Das gilt für jede Wandbekleidung, nicht nur für Glasvlies und Renoviervlies, wird aber in der Praxis erstaunlich oft vergessen.

So verarbeitest du Glasvlies und Renoviervlies

  1. Wand von Staub, losen Tapetenresten und abblätternder Farbe befreien. Stark saugende oder krümelige Untergründe vorher grundieren, sonst zieht der Kleister ungleichmäßig ein.
  2. Eine senkrechte Linie mit Wasserwaage oder Laser anzeichnen, an der du die erste Bahn ausrichtest. Weil beide Materialien ansatzfrei sind, brauchst du dafür keinen Musterversatz einzuplanen.
  3. Spezialkleister gleichmäßig mit einer Rolle auf die Wand auftragen, für Kanten und Ecken eine Bürste nutzen. Wie viel Kleister du brauchst, hängt vom Saugverhalten des Untergrunds ab, kalkuliere lieber eine Packung Reserve ein.
  4. Die Bahn andrücken und mit einem Glättspachtel oder einer Tapezierbürste von der Mitte nach außen glattstreichen, damit keine Luftblasen eingeschlossen bleiben.
  5. Bahnen Stoß an Stoß verlegen, nicht überlappend, sonst entsteht eine sichtbare Doppelschicht an der Nahtstelle.
  6. Mindestens 24 Stunden trocknen lassen, bei kühler oder feuchter Witterung eher länger. Erst nach vollständiger Trocknung überstreichen oder tapezieren, sonst quillt die Oberfläche unter der Feuchtigkeit der Farbe wieder auf.

Typische Fehler bei der Verarbeitung

Wer die Rolle zu satt einkleistert, presst beim Andrücken überschüssigen Kleister durch das Vlies. Das hinterlässt Flecken, die später ungleichmäßig durchtrocknen und sich auf der Farbe abzeichnen können. Weniger ist hier tatsächlich mehr, ein dünner, gleichmäßiger Auftrag reicht aus.

  • Bahnen werden überlappend statt Stoß an Stoß verlegt. Das wirkt beim Verlegen sicherer, erzeugt aber eine sichtbare Doppelkante, sobald die Farbe darüber trocknet.
  • Die Farbe wird zu früh aufgetragen. Ist das Vlies noch nicht komplett durchgetrocknet, bilden sich Blasen oder das Material löst sich stellenweise wieder von der Wand.
  • Der Untergrund wird nicht geprüft. Krümelnde oder stark saugende Altuntergründe ohne Grundierung ziehen den Kleister ungleichmäßig ein, einzelne Bahnen haften dann schlechter als andere.

An Ecken und Kanten scheitert es oft am Werkzeug: Eine breite Glättbürste kommt in Fensterlaibungen und Steckdosenausschnitten kaum sauber an. Für diese Stellen brauchst du einen schmalen Spachtel oder Pinsel.

Bevor du kaufst

Prüfe zuerst den Zustand deiner Wand. Feine Risse oder Bewegung im Putz sprechen für das Glasvlies, eine optisch unruhige, aber stabile Wand eher für das Renoviervlies.

  • Weiterbearbeitung: Willst du später tapezieren, ist das Renoviervlies vorgesehen. Für eine reine Anstrichfläche eignen sich beide.
  • Fläche und Rollengröße: Rechne mit 50 Quadratmetern pro Glasvlies-Rolle und 75 Quadratmetern pro Renoviervlies-Rolle, plus etwas Verschnitt an Ecken und Laibungen.

Vergiss den passenden Spezialkleister nicht, den findest du in unserer Kategorie Kleber und Kleister. Und plane die Trocknungszeit realistisch ein: mindestens 24 Stunden vor dem Überstreichen oder Tapezieren, bei feuchter Witterung eher mehr.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Glasvlies direkt streichen, ohne vorher zu grundieren?

Auf einem tragfähigen, wenig saugenden Untergrund reicht das Verkleben in der Regel aus. Bei stark saugenden oder krümelnden Altuntergründen solltest du vorher grundieren, sonst zieht der Kleister ungleichmäßig ein und die Haftung leidet.

Was bedeutet ansatzfrei genau?

Ansatzfrei heißt, dass das Material keine Musterstruktur hat, die an der nächsten Bahn ausgerichtet werden muss. Du verlegst die Bahnen einfach Stoß an Stoß, ohne Rapportversatz, das spart Zeit und reduziert Verschnitt.

Reicht Renoviervlies, um sichtbare Risse dauerhaft zu kaschieren?

Für sehr feine Risse ja, für breitere oder aktive Risse im Putz ist das Glasvlies die verlässlichere Wahl, weil es durch die Glasfasern dimensionsstabiler ist und Bewegungen im Untergrund besser überbrückt.

Wie viele Farbanstriche brauche ich nach dem Verkleben?

Das hängt von der gewählten Farbe ab, in den meisten Fällen sind zwei Anstriche üblich, der erste zum Egalisieren, der zweite für die endgültige Deckkraft und den gleichmäßigen Farbton.

Lässt sich altes Glasvlies vor dem Neuverkleben einfach überstreichen?

Nein, wenn die alte Schicht beschädigt, lose oder stark vergilbt ist, solltest du sie vollständig entfernen. Frisches Vlies haftet auf einer intakten, sauberen Altschicht zwar grundsätzlich, ein durchgängig neuer Untergrund liefert aber das gleichmäßigere Ergebnis.