Raufaser Tapete kaufen
ErfurtRaufaser
Erfurt Vliesfaser 52 Pro
Eine vielseitig einsetzbare Tapete, die sich leicht verarbeiten lässt, im Alltag besonders strapazierfähig ist und durch ihre abstrakte Putzoptik zu verschiedenen Einrichtungsstilen passt. Als Allrounder unter den Vliesfasertapeten sorgt sie dank ihres sehr guten Nahtverhaltens für ein gleichmäßiges und harmonisches Raumbild.
Raufaser ist die Tapete, die seit Jahrzehnten in fast jedem zweiten Wohnzimmer und Flur unter der Wandfarbe steckt. Sie kaschiert kleine Risse und Unebenheiten im Putz, lässt sich beliebig oft überstreichen und ist günstiger als fast jede andere Wandbekleidung. Bei uns führen wir dafür die Erfurt Vliesfaser 52 Pro für 41,90 Euro pro Rolle sowie den passenden Quadra Rauhfaser-Tapetenkleber für 32,40 Euro. Diese Seite zeigt dir, was Raufaser von anderen Tapeten unterscheidet, welche Körnung zu welcher Wand passt und worauf du bei Kauf und Verarbeitung achten musst.
Was Raufasertapete eigentlich ist
Raufaser besteht aus mehreren Papierlagen, in die unterschiedlich große Holzfaserstückchen eingearbeitet sind. Diese Fasern sorgen für die typisch raue, unregelmäßige Oberfläche, die der Tapete ihren Namen gibt. Nach dem Streichen bleibt genau diese Struktur sichtbar, das ist bei Raufaser gewollt und kein Makel.
Der große Vorteil gegenüber einer glatten Wand ist die Kaschierwirkung. Kleine Risse, Spachtelspuren oder leichte Unebenheiten im Putz gehen in der Struktur unter, die eine glatte Tapete oder direkt gestrichene Wand gnadenlos zeigen würde. Deshalb ist Raufaser bis heute die erste Wahl bei Altbauwänden oder Wänden, die schon mehrfach überstrichen wurden.
Historisch stammt die Idee aus dem 19. Jahrhundert, technisch weiterentwickelt wurde sie seither vor allem bei Material und Verarbeitung, an ihrer Grundfunktion als kaschierende, überstreichbare Wandbekleidung hat sich wenig geändert.
Papier-Raufaser oder Vlies-Raufaser
Am Markt gibt es zwei Grundtypen, die sich vor allem in der Verarbeitung unterscheiden.
| Merkmal | Papier-Raufaser | Vlies-Raufaser |
|---|---|---|
| Kleister wird aufgetragen auf | die Tapetenbahn | die Wand |
| Maßhaltigkeit | quillt beim Kleistern leicht auf | bleibt formstabil |
| Nahtbild | erfordert exaktes Ansetzen | meist ansatzfrei möglich |
| Entfernen | muss meist angefeuchtet und abgeschabt werden | oft trocken abziehbar |
Die Erfurt Vliesfaser 52 Pro, die wir führen, gehört zur zweiten Gruppe. Bei der Verarbeitung kleisterst du die Wand statt der Bahn, das spart Zeit und die Rollen quellen beim Ansetzen nicht auf. Genau das macht den ansatzfreien Rapport möglich, ein Detail, das viele erst beim zweiten oder dritten Tapezierprojekt zu schätzen lernen.
Welche Körnung zu deiner Wand passt
Raufaser wird nach der Größe der eingearbeiteten Holzfasern in Körnungen eingeteilt, meist als fein, mittelfein und grob bezeichnet. Die Körnung entscheidet, wie viel die Tapete an der Wand kaschiert und wie stark die Struktur nach dem Streichen wirkt.
| Körnung | Kaschiert | Optik nach dem Streichen | Typisch für |
|---|---|---|---|
| Fein | kleinste Unebenheiten | dezent, fast ruhig | neu verputzte, glatte Wände |
| Mittelfein | leichte Risse und Spachtelkanten | deutlich sichtbare, aber gleichmäßige Struktur | die meisten Renovierungen |
| Grob | stärkere Unebenheiten, alte Tapetenreste | kräftige, unregelmäßige Struktur | stark beanspruchte Altbauwände |
Als Faustregel gilt: Je unebener die Wand, desto gröber darf die Körnung sein. Auf einer frisch verputzten, glatten Wand wirkt eine grobe Körnung dagegen oft unnötig unruhig. Wer sich unsicher ist, fährt mit einer mittelfeinen Körnung meist am besten, sie verzeiht kleinere Unebenheiten und wirkt trotzdem ruhig genug für die meisten Räume.
Die Erfurt Vliesfaser 52 Pro im Detail
Unsere aktuell geführte Raufasertapete ist die Erfurt Vliesfaser 52 Pro, Typ 526 Pro, in Rollen von 10,05 x 0,53 Metern für 41,90 Euro. Sie zeigt eine abstrakte Putzoptik statt einer klassischen, gleichmäßigen Rautenstruktur, das Ergebnis wirkt an der Wand etwas lebendiger als eine reine Standard-Raufaser.
Der Rapport ist ansatzfrei. Das bedeutet, du musst beim Ansetzen der nächsten Bahn kein Muster ausrichten, jede Bahn passt ohne Versatz an die vorherige. Gerade bei der ersten eigenen Tapezierarbeit ist das ein spürbarer Unterschied, weil ein häufiger Anfängerfehler, das Verrutschen des Musters an der Naht, hier praktisch entfällt.
Eine Rolle deckt bei 10,05 Metern Länge und 0,53 Metern Breite etwas mehr als 5 Quadratmeter. Für einen normal geschnittenen Raum mit 2,50 Metern Deckenhöhe rechnest du grob mit einer Rolle je 2 laufenden Metern Wand, bei Türen und Fenstern ziehst du die entsprechende Fläche ab und rundest eher auf als ab.
Der passende Kleber
Raufaser verzeiht keinen falschen Kleber. Wir führen dafür den Quadra Rauhfaser-Tapetenkleber, 15 kg für 32,40 Euro, mit einem Verbrauch von etwa 250 Gramm pro Quadratmeter. Er ist lösemittelfrei und sowohl für die Verarbeitung von Hand als auch für Tapeziergeräte geeignet.
Ein normaler Vliestapetenkleber oder Gewebekleber ist hier keine gleichwertige Alternative. Beide sind auf andere Untergründe und Materialstärken abgestimmt und können bei Raufaser zu schwächerer Haftung oder ungleichmäßigem Anziehen des Kleisters führen. Rechne die 250 Gramm pro Quadratmeter grob auf deine Wandfläche hoch und plane bei größeren Räumen lieber einen Eimer zu viel als zu wenig ein, angebrochener Kleister lässt sich schlecht auf spätere Projekte verschieben.
So bereitest du die Wand vor
Raufaser kaschiert kleine Fehler, sie repariert aber keine größeren Schäden im Untergrund. Vor dem Tapezieren lohnt sich deshalb ein kurzer Check:
- Lose Tapetenreste entfernen. Alte Tapete muss vollständig herunter, Reste unter der neuen Raufaser zeichnen sich später als Kanten ab.
- Risse und Löcher spachteln. Größere Unebenheiten gehören vorher geschlossen, Raufaser gleicht nur kleine, feine Strukturunterschiede aus, keine echten Löcher.
- Saugende Untergründe grundieren. Frisch verputzte oder stark saugende Wände ziehen dem Kleister sonst zu schnell die Feuchtigkeit, das erschwert das Ansetzen der Bahnen.
- Wand auf Trockenheit prüfen. Feuchte Wände verlängern die Trocknungszeit der Tapete erheblich und begünstigen Blasenbildung.
Wer stärkere Unebenheiten hat, findet passende Spachtelmasse und Grundierung in unseren jeweiligen Kategorien, bevor die Raufaser überhaupt an die Wand kommt.
Raufaser richtig tapezieren
Die Verarbeitung der Vliesfaser 52 Pro folgt einem festen Ablauf:
- Kleister nach Herstellerangabe anrühren und kurz quellen lassen.
- Kleister mit der Rolle gleichmäßig auf die Wand auftragen, nicht auf die Tapetenbahn.
- Erste Bahn lotrecht ansetzen, am besten mit einer Wasserwaage oder Schnur vorgezeichnet.
- Bahn andrücken und mit einer Tapezierbürste von der Mitte nach außen glattstreichen, damit keine Luftblasen bleiben.
- Nächste Bahn ansatzfrei anschließen, leicht andrücken, ohne die Naht zu verschieben.
- Überstehendes Material an Decke und Boden mit einem scharfen Cuttermesser abschneiden.
Der häufigste Fehler beim ersten Mal ist zu viel Kleister auf einmal. Er quillt an den Rändern heraus, verschmiert die Oberfläche und verlängert unnötig die Trocknungszeit. Lieber dünn und gleichmäßig auftragen und bei Bedarf nachstreichen, als von Anfang an zu großzügig zu arbeiten.
Wie oft du Raufaser überstreichen kannst
Genau das ist der zweite große Vorteil neben der Kaschierwirkung. Eine intakte Raufaser lässt sich über viele Jahre immer wieder überstreichen, ohne dass die Struktur verschwindet oder die Tapete abblättert. Mit jedem Anstrich füllt sich die Struktur minimal auf und wirkt am Ende etwas ruhiger als beim ersten Mal, das ist normal und kein Zeichen von Verschleiß.
Voraussetzung ist eine saubere Wandfarbe, die zur Untergrundart passt. Für die meisten Innenräume reicht eine normale Innenwandfarbe, bei stark beanspruchten Räumen wie Fluren oder Kinderzimmern lohnt sich eine abriebfestere Variante aus unserer Innenwandfarben-Kategorie.
Wann Glasgewebe oder Vlies die bessere Wahl ist
Raufaser ist nicht für jede Wand die richtige Lösung. Willst du später eine ganz glatte, moderne Wandfläche ohne sichtbare Struktur, ist ein Glasgewebe oder ein reines Renoviervlies aus unserer Kategorie Glasgewebe & Vlies die passendere Basis. Beide bereiten den Untergrund vor, ohne selbst eine Optik vorzugeben, die spätere Wandfarbe bestimmt dann allein das Erscheinungsbild.
Raufaser dagegen bringt die Struktur gleich mit. Das ist ideal, wenn du Unebenheiten kaschieren willst und eine klassische, leicht raue Wandoptik nicht stört oder sogar gewünscht ist. Für Übergangsbereiche, etwa wenn eine Wand teils sehr uneben und teils glatt ist, kannst du auch beide Materialien kombinieren, sofern du sie sauber an einer Kante wie einer Ecke oder einem Türrahmen trennst.
Bevor du kaufst
- Wandzustand einschätzen: Bei glatten, neu verputzten Wänden reicht eine feinere Struktur, bei unebenen Altbauwänden darf es gröber sein.
- Fläche genau ausmessen: Rechne mit rund 5 Quadratmetern pro Rolle bei der Erfurt Vliesfaser 52 Pro und plane Tür- und Fensterflächen realistisch ein.
- Passenden Kleber mitbestellen: Der Rauhfaser-Tapetenkleber ist speziell auf dieses Material abgestimmt, ein Vlies- oder Gewebekleber ist kein gleichwertiger Ersatz.
- Untergrund vorbereiten: Risse spachteln und saugende Flächen grundieren, bevor die erste Bahn an die Wand kommt.
- Werkzeug bereitlegen: Tapezierbürste, Cuttermesser, Wasserwaage oder Lotschnur und ein sauberer Eimer für den Kleister.
Häufig gestellte Fragen
Ist Vlies-Raufaser besser als klassische Papier-Raufaser?
Nicht grundsätzlich besser, aber praktischer in der Verarbeitung. Da der Kleister auf die Wand statt auf die Bahn kommt, quillt das Material nicht auf und lässt sich meist ansatzfrei ansetzen. Beim Entfernen später lässt sich Vlies-Raufaser zudem oft trocken abziehen.
Wie viele Rollen brauche ich für einen normalen Raum?
Bei der Erfurt Vliesfaser 52 Pro deckt eine Rolle rund 5 Quadratmeter. Miss deine Wandfläche aus, ziehe große Fenster- und Türflächen ab und runde am Ende eher auf, falls beim Zuschnitt Verschnitt anfällt.
Kann ich Raufaser direkt auf alte Tapete kleben?
Nein. Alte Tapete muss vollständig entfernt werden. Reste zeichnen sich unter der neuen Raufaser als Kanten oder Blasen ab und die Haftung ist auf altem Untergrund deutlich unzuverlässiger.
Wie lange muss frisch tapezierte Raufaser trocknen, bevor ich streichen kann?
Das hängt von Raumklima und Wandfeuchte ab. In normal beheizten und gelüfteten Räumen ist die Tapete meist nach 24 bis 48 Stunden durchgetrocknet, bei kühleren oder feuchteren Bedingungen dauert es entsprechend länger.

