Grundierungen online kaufen
QuadraGrundierungen
Quadra Tiefgrund Acryl-Hydrosol transparent 10l
Acryl-Hydrosol-Grundiermittel zur verfestigenden Grundierung für den Innen- und Außenbereich. Besonders geeignet für den Einsatz in Produktionsstätten für Genuss- und Lebensmittel sowie in schlecht belüfteten oder explosionsgefährdeten Bereichen, da keine Lösungsmitteldämpfe entstehen. Geeignet zum Grundieren und Festigen saugfähiger Untergründe sowie zur Angleichung unterschiedlicher Saugfähigkeiten.
QuadraGrundierungen
Quadra Hydro Tiefgrund grünlich 10l
Spezial-Grundierung mit einpolymerisierten Siloxan-Haftbrücken im Nanobereich. Sie sorgt für eine hervorragende Verfestigung von kreidenden und sandenden Untergründen und reduziert deren Saugfähigkeit.
QuadraGrundierungen
Quadra Hydro Gel Haftgrund grünlich 10l
Spezial-Grundierung mit moderner Gel-Struktur für eine optimale Verarbeitung im Roll- und Spritzverfahren.
Die meisten Probleme mit einer neuen Wandfarbe entstehen nicht beim Streichen selbst, sondern schon vorher, beim Untergrund. Farbe, die auf einer zu saugfähigen oder zu glatten Fläche landet, trocknet ungleichmäßig, deckt schlechter als erwartet oder blättert nach ein paar Monaten wieder ab. Eine Grundierung schafft die Verbindung zwischen Untergrund und Farbe, die dafür sorgt, dass die eigentliche Beschichtung so hält und deckt, wie sie soll. Sie kostet meist nur einen kleinen Teil des Gesamtbudgets für ein Streichprojekt, entscheidet aber oft darüber, ob die Deckschicht am Ende gleichmäßig aussieht oder nach kurzer Zeit wieder nachgearbeitet werden muss. Diese Seite zeigt dir, welche Grundierung zu welchem Untergrund passt und worauf es bei der Verarbeitung ankommt.
Wozu eine Grundierung wirklich gut ist
Eine Grundierung ist keine Farbe im eigentlichen Sinn, sondern eine Vorbehandlung, die den Untergrund für die nachfolgende Beschichtung passend macht. Je nach Problem übernimmt sie dabei eine von drei Aufgaben.
Bei saugfähigen Untergründen wie frischem Putz, Gipskarton oder unbehandeltem Mauerwerk gleicht sie die Saugfähigkeit an. Ohne Grundierung zieht die Wand die Feuchtigkeit aus der Farbe ungleichmäßig ab, wodurch manche Stellen matter oder fleckig aussehen als andere, selbst wenn du überall gleich viel Farbe aufgetragen hast. Bei sandenden oder kreidenden Untergründen, etwa alten Fassaden, verfestigt sie lose Partikel, damit die Farbe später nicht auf einer instabilen Schicht klebt, die sich irgendwann ablöst. Bei glatten oder wenig saugfähigen Flächen wie Fliesen, Beton oder alten Anstrichen mit Lackresten sorgt sie für Haftung, damit die neue Beschichtung überhaupt greift.
Wer diesen Schritt überspringt, spart selten wirklich Zeit. Ein Untergrund, der eigentlich eine Grundierung gebraucht hätte, zeigt die Folgen oft erst nach dem Trocknen, wenn Nacharbeiten deutlich aufwendiger sind als die ursprüngliche Grundierung gewesen wäre.
Die wichtigsten Grundierungsarten im Überblick
Nicht jede Grundierung macht dasselbe. Die Bezeichnung auf dem Gebinde verrät, für welches Problem sie gedacht ist.
- Tiefgrund: Dringt tief in poröse, saugfähige Untergründe ein und verfestigt sie von innen. Die klassische Wahl für neuen Putz, Gipskarton oder Mauerwerk vor dem ersten Anstrich.
- Haftgrund: Bildet auf glatten, dichten oder wenig saugfähigen Flächen eine raue, griffige Schicht, auf der die Folgebeschichtung anhaftet. Gedacht für Fliesen, alte Lackflächen oder Beton.
- Isoliergrund: Sperrt Flecken, Nikotin, Ruß oder Wasserränder ab, damit sie nicht durch die neue Farbschicht durchschlagen.
- Putzgrund: Speziell auf mineralische Putze abgestimmt, oft mit Quarzsand angereichert für zusätzlichen Halt vor Strukturputz oder Tapete.
- Betonkontakt: Eine grobkörnige Haftbrücke für sehr glatten, dichten Beton, meist vor Putz oder Fliesenklebern.
In der Praxis überschneiden sich Tiefgrund und Haftgrund am häufigsten mit dem, was Heimwerker und Maler tatsächlich brauchen, weil die meisten Untergründe entweder zu saugfähig oder zu glatt sind, selten beides gleichzeitig.
Isoliergrund und Betonkontakt sind Spezialfälle, die seltener gebraucht werden, aber wichtig sind, wenn der jeweilige Fall vorliegt. Ein Wasserfleck von einem alten Rohrbruch oder Nikotinablagerungen aus jahrelangem Rauchen in einer Wohnung schlagen sonst zuverlässig durch jede neue Farbschicht durch, egal wie oft du überstreichst. Hier hilft nur eine Isoliergrundierung, die den Fleck chemisch absperrt, statt ihn nur zu überdecken. Betonkontakt wiederum kommt fast ausschließlich bei sehr glattem, dichtem Sichtbeton zum Einsatz, etwa bevor Putz oder Fliesenkleber darauf aufgebaut werden sollen, im normalen Wohnbereich begegnet er dir selten.
Innenraum oder Fassade: Worauf es zusätzlich ankommt
Innen und außen stellt eine Grundierung vor unterschiedliche Anforderungen. Im Innenraum zählt vor allem, wie saugfähig der frische Putz oder Gipskarton ist und ob die Grundierung ohne starken Eigengeruch auskommt, gerade in Räumen ohne gute Lüftungsmöglichkeit. An der Fassade kommen UV-Beständigkeit, Witterung und mechanische Belastung durch Regen und Frost dazu. Eine Grundierung, die für den Innenbereich gedacht ist, hält diesen Belastungen oft nicht dauerhaft stand, deshalb lohnt sich immer ein Blick auf das Etikett, ob ein Produkt ausdrücklich für den Außenbereich freigegeben ist.
Bei Fassaden kommt außerdem hinzu, dass die Fläche meist deutlich größer und schwerer zugänglich ist als eine Zimmerwand. Ein Gerüst oder eine Leiter mehrfach für Nacharbeiten aufzubauen, kostet spürbar mehr Zeit als bei einer Innenwand. Deshalb lohnt sich bei Fassaden der Wischtest aus dem nächsten Abschnitt besonders, damit die Fläche im ersten Anlauf richtig behandelt wird.
Welche Grundierung passt zu deinem Untergrund?
In unserem Sortiment findest du aktuell drei Grundierungen von Quadra, jeweils im 10-Liter-Gebinde, die genau diese beiden Hauptfälle abdecken.
Quadra Tiefgrund Acryl-Hydrosol transparent ist ein lösemittelfreies Acryl-Hydrosol-Grundiermittel für saugfähige Untergründe innen und außen. Weil beim Trocknen keine Lösemitteldämpfe entstehen, eignet er sich auch für schlecht belüftete Räume oder sensible Bereiche wie Produktionsstätten für Lebensmittel, wo Ausdünstungen ein echtes Problem wären. Er festigt saugfähige Flächen und gleicht unterschiedliche Saugfähigkeiten innerhalb derselben Wand an, etwa an Stellen, die verspachtelt wurden und deshalb anders saugen als der Rest.
Quadra Hydro Tiefgrund grünlich ist für kreidende und sandende Untergründe gedacht, also ältere Fassaden oder Putze, bei denen sich beim Darüberwischen sichtbar Pulver an der Hand absetzt. Die einpolymerisierten Siloxan-Haftbrücken im Nanobereich verfestigen solche Flächen deutlich und reduzieren gleichzeitig die Saugfähigkeit. Die grünliche Einfärbung ist dabei kein Zufall, sondern zeigt dir beim Auftragen genau, welche Bereiche du schon behandelt hast, was besonders bei großen Fassadenflächen die Arbeit erleichtert.
Quadra Hydro Gel Haftgrund grünlich ist die Wahl für glatte, dichte Untergründe, auf denen eine normale Grundierung schlecht haften würde. Die Gel-Struktur ist gezielt auf Roll- und Spritzverfahren abgestimmt, läuft also weniger stark ab als eine dünnflüssige Grundierung und lässt sich dadurch gerade an senkrechten Flächen gleichmäßiger auftragen.
Wenn du unsicher bist, ob dein Untergrund eher saugend oder eher dicht ist, hilft der Test im nächsten Abschnitt weiter, bevor du dich für eines der drei Produkte entscheidest.
So testest du deinen Untergrund, bevor du kaufst
Die meisten Fehlkäufe bei Grundierungen entstehen, weil der Untergrund falsch eingeschätzt wird. Drei einfache Tests helfen, das vorher zu klären.
- Wischtest: Fahre mit der flachen Hand oder einem dunklen Tuch über die trockene Fläche. Bleibt sichtbar Pulver oder Farbe daran hängen, hast du einen kreidenden oder sandenden Untergrund vor dir, der eine verfestigende Grundierung braucht.
- Klebebandtest: Drücke ein Stück Klebeband fest auf die Fläche und ziehe es ruckartig ab. Löst sich dabei Farbe oder Putz mit ab, ist die vorhandene Beschichtung nicht tragfähig genug für einen neuen Anstrich ohne Vorbehandlung.
- Benetzungstest: Träufle ein paar Tropfen Wasser auf die Fläche. Ziehen sie innerhalb weniger Sekunden ein, ist der Untergrund stark saugfähig und braucht Tiefgrund. Bleiben die Tropfen längere Zeit als Perlen stehen, ist die Fläche eher dicht, hier ist ein Haftgrund die passendere Wahl.
Diese drei Tests dauern zusammen keine fünf Minuten, ersparen dir aber im Zweifel eine zweite Bestellung oder eine Wand, die nach dem Streichen wieder abgeschliffen werden muss.
Verbrauch und Ergiebigkeit richtig berechnen
Wie viel Grundierung du brauchst, hängt stark davon ab, wie saugfähig die Fläche ist. Als grobe Orientierung gilt bei den meisten Tiefgründen ein Verbrauch von 100 bis 150 Millilitern pro Quadratmeter bei normal saugendem Untergrund, auf stark saugendem, unbehandeltem Putz kann sich das auf 200 bis 250 Milliliter fast verdoppeln. Ein 10-Liter-Gebinde reicht damit bei normalem Untergrund für ungefähr 65 bis 100 Quadratmeter, bei sehr saugfähigen Flächen entsprechend weniger.
Rechne bei größeren Flächen lieber mit einem Sicherheitszuschlag von etwa 10 Prozent, statt exakt auf den Quadratmeter zu kalkulieren. Unterschiedliche Saugfähigkeit innerhalb derselben Wand, etwa an ausgebesserten Stellen, sorgt sonst schnell dafür, dass die berechnete Menge nicht ganz reicht und du mitten in der Arbeit nachbestellen musst. Bei Haftgrund auf glatten Flächen ist der Verbrauch meist geringer und gleichmäßiger, weil hier keine unterschiedliche Saugfähigkeit ausgeglichen werden muss, hier reicht häufig schon eine dünne, deckende Schicht.
Grundierung auftragen: Schritt für Schritt
- Untergrund vorbereiten: Lose Teile, Staub und alte, nicht mehr tragfähige Beschichtungen entfernen. Eine Grundierung kann einen instabilen Untergrund nicht reparieren, sie verfestigt nur, was grundsätzlich noch trägt.
- Fläche abkleben und abdecken: Fenster-, Tür- und Bodenanschlüsse schützen, gerade Tiefgrund läuft bei stärkerer Verdünnung schnell in Ritzen und ist danach schwer zu entfernen.
- Auftragen: Mit Rolle, Pinsel oder bei der Gel-Variante auch per Spritzverfahren gleichmäßig und satt auftragen, ohne die Fläche zu verdünnen, sofern der Hersteller das nicht ausdrücklich vorsieht.
- Trocknen lassen: Je nach Produkt und Raumklima zwischen 6 und 24 Stunden. Bei kühlen Temperaturen unter 10 Grad oder hoher Luftfeuchtigkeit dauert es spürbar länger, hier lohnt sich ein Blick auf das Produktdatenblatt statt auf eine pauschale Zeitangabe.
- Prüfen, ob nachgearbeitet werden muss: Bei sehr unterschiedlich saugfähigen Untergründen kann eine zweite, dünnere Schicht an den stärker saugenden Stellen nötig sein, bevor die eigentliche Farbe aufgetragen wird.
Wichtig ist vor allem, die volle Trocknungszeit abzuwarten, bevor die Deckschicht folgt. Wer zu früh weiterstreicht, riskiert, dass sich Farbe und Grundierung miteinander vermischen, statt zwei saubere, getrennte Schichten zu bilden.
Häufige Fehler beim Grundieren
Ein Fehler, der immer wieder vorkommt, ist die falsche Zuordnung von Tiefgrund und Haftgrund. Tiefgrund auf einer glatten Fliese bringt nichts, weil er einfach abperlt, statt einzuziehen. Haftgrund auf einem stark saugenden, unbehandelten Putz wiederum verfestigt die Oberfläche kaum, weil er dafür nicht konzipiert ist.
Ein zweiter, oft unterschätzter Fehler ist zu dünnes Auftragen, meist aus Sparsamkeit oder weil die berechnete Menge knapp kalkuliert war. Eine zu dünn aufgetragene Grundierung deckt die problematischen Stellen nicht vollständig ab, wodurch die Farbe darüber trotzdem ungleichmäßig zieht.
Ebenso häufig wird die Trocknungszeit unterschätzt, besonders bei kühler Witterung im Herbst oder Winter. Und wer eine Fassade grundiert, ohne vorher den Wischtest zu machen, merkt oft erst beim Streichen, dass die alte Farbe großflächig abstaubt und die neue Beschichtung mit hinunterzieht.
Preise und was unser Sortiment abdeckt
Die drei Grundierungen in unserem Sortiment liegen zwischen 34,40 und 64,40 Euro je 10-Liter-Gebinde, also zwischen etwa 3,50 und 6,50 Euro pro Liter. Damit bewegen sich alle drei im professionellen Bereich, nicht bei den günstigsten Baumarkt-Einstiegsprodukten, dafür mit klar dokumentierter Zusammensetzung und für den jeweiligen Anwendungsfall gezielt entwickelt. Aktuell deckt unser Sortiment die beiden häufigsten Fälle ab, saugfähige Untergründe innen und außen sowie kreidende Fassaden und glatte, dichte Flächen. Für Spezialfälle wie Isoliergrund gegen Nikotin- oder Wasserflecken oder Betonkontakt für sehr glatten Beton lohnt sich vorher eine kurze Rücksprache, welches unserer drei Produkte am ehesten passt oder ob eine Alternative sinnvoller ist.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich vor jedem Anstrich grundieren?
Nicht zwingend. Wenn du eine intakte, bereits gestrichene Wand in ähnlicher Farbe streichst, reicht meist ein normaler Anstrich ohne Grundierung. Grundierung wird vor allem dann wichtig, wenn der Untergrund neu, saugfähig, glatt, kreidend oder farblich stark abweichend ist. Im Zweifel entscheidet der Wisch- oder Benetzungstest aus dem Abschnitt oben, ob eine Grundierung nötig ist.
Kann ich Tiefgrund und Haftgrund einfach mischen, um beide Probleme gleichzeitig zu lösen?
Nein, das ist keine gute Idee. Beide Produkte sind auf unterschiedliche chemische Wirkmechanismen ausgelegt, ein Tiefgrund soll einziehen und verfestigen, ein Haftgrund soll eine raue Oberfläche für die nächste Schicht schaffen. Gemischt neutralisieren sich diese Eigenschaften eher, als sich zu ergänzen. Bei einer Wand mit gemischtem Untergrund, teils saugfähig, teils glatt, behandelst du die jeweiligen Bereiche besser getrennt mit dem passenden Produkt.
Wie lange ist eine angebrochene Grundierung haltbar?
Ungeöffnet halten die meisten Grundierungen 12 bis 24 Monate, angebrochen deutlich kürzer, oft nur wenige Monate, weil Luft und Feuchtigkeit die Formel verändern können. Fest verschlossen und kühl, aber frostfrei gelagert, hält sich ein angebrochenes Gebinde am längsten. Zeigt die Grundierung beim Öffnen Klümpchen, einen stark abweichenden Geruch oder eine getrennte Konsistenz, die sich auch nach Umrühren nicht mehr verbindet, solltest du sie nicht mehr verwenden.
Brauche ich für Tiefgrund und Haftgrund unterschiedliches Werkzeug?
Meistens nicht. Für beide reicht eine normale Malerrolle mit mittlerem Flor oder ein breiter Flachpinsel für Ecken und Kanten. Bei dünnflüssigem Tiefgrund lohnt sich zusätzlich eine Wanne mit Abrollgitter, damit überschüssige Flüssigkeit nicht in dicken Tropfen von der Rolle läuft. Die Gel-Variante mit ihrer dickflüssigeren Struktur lässt sich zusätzlich auch mit einer Airless-Spritzpistole verarbeiten, falls du größere Flächen zügig beschichten willst, für kleinere Räume reicht aber auch hier die Rolle völlig aus. Wichtig ist in jedem Fall, das Werkzeug direkt nach der Arbeit mit Wasser auszuwaschen, solange die Grundierung noch nicht angetrocknet ist, danach lässt sie sich kaum noch rückstandsfrei entfernen.



