Holzschutzfarbe online kaufen
QuadraHolzschutz
Quadra Wetterschutzfarbe ISO Seidenmatt
Wasserbasierter, seidenmatter Grund- und Decklack mit Filmschutz gegen Algen- und Pilzbefall. Geeignet für nicht maßhaltige und begrenzt maßhaltige Holzbauteile im Außenbereich, wie Carports, Dachuntersichten, Gartenlauben und Holzzäune. Bietet sehr gute Haftung auch auf Hart-PVC und verzinktem Blech.
Holz im Außenbereich hat es schwerer als eine Wand im Innenraum. Es quillt bei Nässe auf, trocknet in der Sonne wieder ab und bewegt sich mit jedem Wetterwechsel ein Stück. Eine gute Holzschutzfarbe hält Feuchtigkeit und UV-Strahlung ab und bleibt dabei elastisch genug, um diese Bewegung mitzumachen, ohne zu reißen. In unserem Sortiment findest du dafür die Quadra Wetterschutzfarbe-ISO, einen wasserbasierten Grund- und Decklack in einem, seidenmatt und mit Filmschutz gegen Algen- und Pilzbefall. Erhältlich im 2,5-Liter- und im 10-Liter-Gebinde, ab 56,40 Euro. Diese Seite zeigt dir, für welche Holzbauteile die Farbe gedacht ist, wie du den Untergrund vorbereitest und worauf es beim Streichen ankommt.
Deckende Holzschutzfarbe, Lasur oder Öl: was den Unterschied macht
Bei Holzschutzmitteln für den Außenbereich unterscheidet man grob drei Anstrichtypen, und sie verhalten sich sehr unterschiedlich.
Eine Lasur ist transparent oder nur leicht pigmentiert, die Holzmaserung bleibt sichtbar. Sie zieht teilweise in die Oberfläche ein und lässt sich leichter ausbessern, verliert dafür aber schneller an Schutzwirkung gegen UV-Strahlung, weil weniger Pigment vorhanden ist, das die Strahlung abhält.
Eine deckende Holzschutzfarbe wie die Wetterschutzfarbe-ISO bildet dagegen eine geschlossene Farbschicht, die Maserung verschwindet komplett. Dafür hält sie UV-Strahlung und Feuchtigkeit zuverlässiger fern, weil die Pigmente im Farbfilm das Licht reflektieren, statt es durchzulassen.
Ein Holzöl zieht am tiefsten in die Fasern ein und bildet kaum eine eigene Schicht. Es betont die natürliche Optik am stärksten, muss dafür aber auch am häufigsten erneuert werden, meist jährlich bis alle zwei Jahre.
Für Bauteile, die stark der Witterung ausgesetzt sind und bei denen die Holzoptik zweitrangig ist, etwa Carports, Zäune oder Dachuntersichten, ist die deckende Farbe meist die langlebigere Wahl. Willst du die Maserung sichtbar behalten, brauchst du eine Lasur oder ein Öl, die führen wir aktuell nicht in dieser Kategorie.
Für welche Holzbauteile eignet sich die Farbe: maßhaltig, begrenzt maßhaltig, nicht maßhaltig
Nicht jede Holzschutzfarbe passt auf jedes Bauteil. Ein wichtiges Kriterium dabei ist die sogenannte Maßhaltigkeit, ein Fachbegriff dafür, wie stark sich ein Bauteil durch Feuchtigkeit verformen darf.
Maßhaltige Bauteile wie Fenster und Türen dürfen sich kaum verformen, sonst schließen sie nicht mehr richtig. Sie brauchen Beschichtungen, die für diese enge Toleranz freigegeben sind, die Restfeuchte im Holz darf hier maximal 15 Prozent betragen.
Begrenzt maßhaltige und nicht maßhaltige Bauteile wie Carports, Gartenlauben, Dachuntersichten oder Holzzäune dürfen sich dagegen etwas mehr bewegen, ohne dass es zum Problem wird. Hier reicht eine Restfeuchte von bis zu 18 Prozent.
Die Quadra Wetterschutzfarbe-ISO ist für begrenzt und nicht maßhaltige Bauteile im Außenbereich freigegeben, also genau für diese zweite Gruppe. Für Fenster und Türen ist sie laut Hersteller nicht vorgesehen. Willst du Fensterrahmen streichen, brauchst du ein Produkt, das ausdrücklich für maßhaltige Bauteile freigegeben ist.
Die Restfeuchte im Holz misst du am zuverlässigsten mit einem Feuchtemessgerät. Ohne Messgerät gilt als grobe Orientierung: frisch verbautes oder gerade erst abgewittertes Holz ist meist noch zu feucht, mehrere Wochen abgelagertes und witterungsberuhigtes Holz meist nicht mehr.
Quadra Wetterschutzfarbe-ISO im Detail
Die Wetterschutzfarbe-ISO ist ein wasserbasierter Grund- und Decklack in einem Arbeitsgang, einen separaten Voranstrich brauchst du in den meisten Fällen also nicht. Sie ist seidenmatt nach EN 13300 und aktuell nur in Weiß erhältlich.
Das Bindemittel ist eine Acrylat-Dispersion mit einer Dichte von etwa 1,17 bis 1,30 Gramm pro Kubikzentimeter, je nach Farbton. Ein eingearbeiteter Filmschutz schützt die trockene Farbschicht vor Algen- und Pilzbefall, ein Zusatz, der die Farbe selbst schützt, nicht das Holz darunter. Ein Antiflash-Rost-Additiv passiviert Nägel und Schrauben im Untergrund, sodass keine Rostflecken durch die neue Farbschicht durchschlagen.
Neben Holz haftet die Farbe laut Hersteller auch direkt auf Hart-PVC und verzinktem Blech, praktisch bei Bauteilen mit gemischten Materialien, etwa einem Zaun mit Metallpfosten und Holzfüllung. Mit weniger als 10 Gramm VOC pro Liter liegt sie deutlich unter dem EU-Grenzwert von 130 Gramm pro Liter für diese Produktkategorie, für einen Anstrich mit wenig Lösemittelgeruch.
| Gebinde | Preis | Preis je Liter |
|---|---|---|
| 2,5 Liter | 56,40 € | 22,56 €/l |
| 10 Liter | 215,90 € | 21,59 €/l |
Für kleinere Flächen wie einen einzelnen Zaunabschnitt reicht das 2,5-Liter-Gebinde, für ein größeres Vorhaben wie einen ganzen Carport lohnt sich das 10-Liter-Gebinde auch preislich, der Liter kostet dann knapp einen Euro weniger.
Untergrund vorbereiten: der wichtigste Schritt vor dem Streichen
Wie gut eine Holzschutzfarbe hält, hängt weniger von der Farbe selbst ab als vom vorbereiteten Untergrund.
Bei rohem oder bereits gestrichenem Holz schleifst du die Oberfläche in Faserrichtung an und rundest scharfe Kanten ab. An scharfen Kanten hält eine Farbschicht grundsätzlich schlechter. Niederschlagswasser muss von der Fläche ablaufen können, stehende Nässe an Falzen oder am Hirnholz führt sonst schneller zu Schäden als die Fläche selbst.
Ein paar Untergründe brauchen besondere Behandlung:
- Bläuegefährdete Hölzer, also rohes Holz im Außenbereich ohne Vorbehandlung, sollten vorher mit einem geeigneten Holzschutzgrund grundiert werden, sonst kann sich Bläuepilz unter der neuen Farbschicht festsetzen.
- Kesseldruckimprägniertes Holz braucht vor dem Streichen mindestens sechs Monate Bewitterung im Freien, damit das Imprägniermittel ausreichend abgebaut ist und die neue Farbe darauf haftet.
- Harz- und ölreiche Hölzer wäschst du vorher gründlich mit einem geeigneten Verdünner aus und lässt die Fläche vollständig ablüften, Harzgallen entfernst du dabei komplett.
- Abgewittertes, vergrautes Holz trägst du bis zum tragfähigen, gesunden Holz ab. Lose Fasern auf der Oberfläche verhindern sonst, dass die neue Farbe richtig hält.
Bei den meisten dieser Untergründe ist keine zusätzliche Grundierung nötig, die Wetterschutzfarbe-ISO ist als Grund- und Decklack in einem konzipiert. Eine Ausnahme bilden bläuegefährdete Hölzer, hier ist ein Holzschutzgrund vorher Pflicht.
Verarbeitung: Auftrag, Wetter und Ergiebigkeit
Verarbeite die Farbe erst ab einer Objekt- und Umgebungstemperatur von mindestens 8 Grad, sowohl beim Streichen als auch während der gesamten Trocknungsphase danach. Je nach Zustand des Untergrunds und zu erwartender Wetterbelastung trägst du zwei bis drei Schichten auf.
Für den Pinselauftrag eignen sich Lackpinsel mit Kunststoff- oder Mixborsten, für die Rolle eine aufgeraute Schaumstoffrolle, die du direkt im Anschluss mit einer feinporigen Schaumstoffrolle verschlichtest. Auch eine nebelarme Spritzapplikation ist möglich, dabei aber unbedingt Schutzbrille und einen Kombifilter A2/P2 tragen.
Bei 20 Grad und 65 Prozent relativer Luftfeuchte ist die Fläche nach etwa einer Stunde oberflächentrocken und nach rund acht Stunden überstreichbar. Zeigen sich Verfärbungen im Anstrich, hältst du eine Zwischentrocknung von 24 Stunden ein. Bei niedrigeren Temperaturen oder höherer Luftfeuchte verlängern sich diese Zeiten spürbar, an kühlen Herbsttagen rechnest du besser mit einem ganzen Tag zwischen zwei Anstrichen.
Der Materialverbrauch liegt bei etwa 80 bis 120 Millilitern pro Quadratmeter und Beschichtung, der genaue Wert hängt von der Saugfähigkeit des Untergrunds ab. Bei zwei bis drei Beschichtungen reicht ein 2,5-Liter-Gebinde damit für ungefähr 10 Quadratmeter, ein 10-Liter-Gebinde für etwa 40 Quadratmeter im kompletten Beschichtungsaufbau. Rechne bei stark saugendem oder rauem Holz lieber etwas mehr ein, eine Probefläche zeigt dir den tatsächlichen Verbrauch am zuverlässigsten.
Typische Fehler beim Streichen von Holzbauteilen
Wer kesseldruckimprägniertes Holz sofort nach dem Kauf streicht, riskiert, dass die neue Farbe nicht richtig haftet. Warte die genannten sechs Monate Bewitterung ab, bevor du zum Pinsel greifst.
Bei grobporigen Laubhölzern wie Eiche solltest du außerdem nicht mit denselben Renovierungsintervallen rechnen wie bei Nadelholz. Die Struktur der Poren beansprucht den Anstrich stärker, hier lohnt sich eine häufigere Kontrolle.
Wird zu feuchtes Holz gestrichen, insbesondere über den erwähnten 18 Prozent bei nicht maßhaltigen Bauteilen, quillt es unter der Farbschicht später auf und der Anstrich reißt. Eine normale, kurzflorige Innenraumrolle nimmt zudem zu wenig Material auf und hinterlässt sichtbare Rollspuren, eine aufgeraute Schaumstoffrolle mit anschließendem Verschlichten liefert ein deutlich gleichmäßigeres Ergebnis.
Streichst du bei Temperaturen unter 8 Grad oder folgt in den nächsten Stunden Regen, wird der Anstrich fast immer ungleichmäßig und streifig. Korrigieren lässt sich das meist nur durch komplettes Nachstreichen der betroffenen Fläche.
Pflege und Renovierung
Auch ein guter Anstrich hält nicht ewig ohne Kontrolle. Prüfe die gestrichene Fläche mindestens einmal jährlich auf Schäden wie Risse, abplatzende Stellen oder freiliegendes Holz, und bessere sie fachgerecht aus, bevor Feuchtigkeit eindringt. Bei grobporigen Laubhölzern wie Eiche fällt dieses Intervall in der Praxis oft kürzer aus als bei Nadelholz.
Für die Reinigung deiner Werkzeuge reicht Wasser, bei Bedarf mit etwas Spülmittel, direkt nach dem Streichen. Da das Produkt fungizid und algizid wirksame Inhaltsstoffe enthält, solltest du das Spülwasser laut Umweltbundesamt getrennt sammeln und entsorgen, statt es einfach in den Abfluss zu geben.
Bevor du kaufst
- Miss die Fläche und rechne mit dem tatsächlichen Verbrauch von 80 bis 120 ml/m² pro Schicht bei zwei bis drei Schichten, nicht mit einem pauschalen Richtwert.
- Prüfe, ob dein Bauteil maßhaltig oder begrenzt/nicht maßhaltig ist. Für Fenster und Türen ist dieses Produkt nicht gedacht.
- Kontrolliere die Restfeuchte des Holzes, bei nicht maßhaltigen Bauteilen darf sie 18 Prozent nicht überschreiten.
- Lass kesseldruckimprägniertes Holz mindestens sechs Monate ablüften, bevor du es streichst.
- Grundiere bläuegefährdete, rohe Hölzer vorher mit einem passenden Holzschutzgrund.
- Behalte den Wetterbericht im Blick: mindestens 8 Grad und möglichst kein Regen in den ersten Stunden nach dem Streichen.
Brauchst du für bläuegefährdetes Holz noch einen passenden Holzschutzgrund, wirst du in unseren Grundierungen fündig.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Wetterschutzfarbe-ISO für Fenster und Türen geeignet?
Nein. Sie ist für begrenzt und nicht maßhaltige Bauteile freigegeben, dazu zählen Fenster und Türen nicht. Für diese maßhaltigen Bauteile brauchst du ein Produkt, das für die engere Restfeuchte-Toleranz von 15 Prozent freigegeben ist.
Muss ich vor dem Streichen grundieren?
In den meisten Fällen nicht, die Wetterschutzfarbe-ISO ist Grund- und Decklack in einem. Eine Ausnahme sind bläuegefährdete, rohe Hölzer im Außenbereich, die vorher einen Holzschutzgrund brauchen.
Wie lange muss kesseldruckimprägniertes Holz ablüften, bevor ich es streiche?
Mindestens sechs Monate Bewitterung im Freien, laut technischem Merkblatt des Herstellers. Wird früher gestrichen, kann die neue Farbschicht nicht richtig haften.
Wie viele Anstriche brauche ich?
Zwei bis drei, abhängig vom Zustand des Untergrunds und der zu erwartenden Wetterbelastung. Bei stark beanspruchten Flächen ohne Dachüberstand, etwa freistehenden Zäunen, sind eher drei Schichten sinnvoll.
Wie schnell kann ich zwischen zwei Anstrichen weiterarbeiten?
Bei 20 Grad und normaler Luftfeuchte ist die Fläche nach rund acht Stunden überstreichbar. Bei kühlerer oder feuchterer Witterung dauert es entsprechend länger.
Riecht die Farbe stark nach Lösemittel?
Kaum, mit unter 10 Gramm VOC pro Liter liegt sie weit unter dem EU-Grenzwert von 130 Gramm pro Liter für diese Produktkategorie.

